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Luisenstrasse 33
| Tel | +49 (0) 89 / 23 33 20 00 |
| Fax | +49 (0) 89 / 23 33 20 03 |
Die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München sammelt, bewahrt, erforscht und präsentiert die Kunst des 19. Jahrhunderts, den Blauen Reiter, die Neue Sachlichkeit und die internationale Gegenwart. Eröffnet wurde die Städtische Galerie 1929 in der ehemaligen Künstlerresidenz Franz von Lenbachs und in den letzten Jahrzehnten baulich erweitert, um- und neugestaltet. Seit 1994 bietet zudem der Kunstbau Platz für große Sonderausstellungen in unmittelbarer Nachbarschaft der Künstlervilla am Königsplatz.
| Montag | Geschlossen | |||||
| Dienstag | 10:00:00 | - | 21:00:00 | |||
| Mittwoch | 10:00:00 | - | 18:00:00 | |||
| Donnerstag | 10:00:00 | - | 18:00:00 | |||
| Freitag | 10:00:00 | - | 18:00:00 | |||
| Samstag | 10:00:00 | - | 18:00:00 | |||
| Sonntag | 10:00:00 | - | 18:00:00 | |||
Geschlossen am 24.12.. Geöffnet vom 25.-28.12. von 10.00-18.00 Uhr, am 30.12. von 10.00-21.00 Uhr, vom 31.12.-01.01. von 10.00-18.00 Uhr. Die Historischen Räume werden bei Einbruch der Dunkelheit geschlossen.
10 €, erm. 5 €. Jahreskarte 20 €, erm. 10 €. Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 J., Schulklassen in Begleitung einer Aufsichtsperson, Kunst- und Kunstgeschichtsstudenten, Mitglieder des ICOM und des Dt. Museumsbundes. Gruppenführungen bis max. 25 Personen nach Anmeldung unter +49 (0) 89 / 23 33 20 29.
Eine Schutzbrille aus Plexiglas steht am Anfang der aktuellen Kunstausstellung „Franz Wanner. Eingestellte Gegenwarten“ in der Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München. Die Brille wurde bei Grabungen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen geborgen. Über die inhaftierte Person, die zur
Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie eingesetzt war und mit der Brille ihr Augenlicht
schützte, gibt es bislang keine auffindbaren Informationen. Ihr Wunsch, sich zu schützen, zeigt sich bis heute an diesem Objekt. Das Material, aus dem die Brille besteht, wurde 1933 von der deutschen Firma Röhm & Haas unter dem Markennamen „Plexiglas“ vorgestellt und ab 1936 fast ausschließlich in der Rüstungsindustrie für Flugzeugfenster verwendet. In Propagandaausstellungen des NS-Staats wurden die technischen Möglichkeiten des schattenlosen Materials angepriesen.
Unter dem Titel "Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter" präsentiert die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München bedeutenden Werke der Künstlergruppe "Der Blauer Reiters" - von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen. Zu sehen sind in dieser aktuellen Kunstausstellungen auch die Künstlerinnen, die eine zentrale Rolle in der Bewegung der Blaue Reiter spielten. Neben Gabriele Münters expressiver Malerei werden ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten präsentiert. Bedeutende Neuzugänge zur Sammlung des Lenbachhauses wie die großformatigen abstrakten
Kompositionen von Wilhelm Morgner oder sozialkritische Werke von Emmy Klinker und
Albert Bloch sind erstmals zu sehen. Mit über 150 Arbeiten eröffnet die Münchner Kunstausstellung neue Perspektiven auf eine der bedeutendsten Bewegungen der europäischen Avantgarde und zeigt, wie aktuell ihre Fragen nach Emanzipation, ästhetischer Praxis und gattungsübergreifenden Innovationen auch heute sind. Der Blauen Reiter verstand Kunst als Botschaft und nicht als bloßes Problem der (schönen) Form. So beschreibt Else Lasker-Schüler 1911 in einem Gedicht die Suche nach einem weiteren Horizont mit den Worten: „Über die Welt hinaus.“