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Welche Rolle spielt Kunst in der Politik – und der Künstler in der Gesellschaft? Kaum jemanden haben diese Fragen so beschäftigt wie Jörg Immendorff (1945–2007). Während er als ebenso gefeierter wie umstrittener „Malerfürst“ ein öffentlichkeitswirksames Image pflegte, setzte er sich zeitlebens mit der politischen, gesellschaftlichen und identitätsstiftenden Funktion von Kunst auseinander. Seine unverkennbare Bildsprache machte ihn Ende des 20. Jahrhunderts zu einem der international erfolgreichsten deutschen Künstler*innen seiner Generation. Mit der ersten umfassenden Retrospektive in Immendorffs Wahlheimatstadt Düsseldorf, wo er jahrzehntelang studierte, lehrte und arbeitete, rückt ihn das Museum Kunstpalast Düsseldorf zurück ins Blickfeld. Rund 120 Werke aus fünf Jahrzehnten zeichnen in der aktuellen Kunstausstellung seinen Weg von den Anfängen an der Düsseldorfer Kunstakademie bis zu den letzten im hiesigen Atelier entstandenen Arbeiten nach.
Die Ausstellung widmet sich einem faszinierenden Kapitel der europäischen Kunstgeschichte: den frühen Impulsen der Moderne im Norden. Von den Niederlanden bis nach Norwegen entstanden an der Küste neue Sichtweisen auf Licht, Farbe und Natur – fernab der Metropolen, doch stets im lebendigen Austausch mit ihnen.
vom 13. Juli 2025 bis 31. März 2027 zeigt die Sammlung Grässlin im KUNSTRAUM GRÄSSLIN und den RÄUMEN FÜR KUNST in St. Georgen im Schwarzwald unter dem Titel Im Land der Motive brennt kein Licht mehr eine neue Ausstellung mit Werken von Kai Althoff, Cosima von Bonin, Werner Büttner, Günther Förg, Georg Herold, Mike Kelley, Martin Kippenberger, Hans-Jörg Mayer, Reinhard Mucha, Manuel Ocampo, Albert Oehlen, Markus Oehlen, Tobias Rehberger, Chéri Samba, Jörg Schlick und Christopher Williams.