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Klang, kinetische Kunst, Krefeld. Mit der Kunstausstellung „Von Höhen und Tiefen“ schaffen die Künstler Willi Reiche und Nils Mosh ein sinnliches Gesamterlebnis an zwei kulturhistorischen Orten. Sie setzen Anspielungen und Zitate auf die technische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung Krefelds für ein breites Publikum emotional und unmittelbar erfahrbar um.
Eine Schutzbrille aus Plexiglas steht am Anfang der aktuellen Kunstausstellung „Franz Wanner. Eingestellte Gegenwarten“ in der Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München. Die Brille wurde bei Grabungen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen geborgen. Über die inhaftierte Person, die zur Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie eingesetzt war und mit der Brille ihr Augenlicht schützte, gibt es bislang keine auffindbaren Informationen. Ihr Wunsch, sich zu schützen, zeigt sich bis heute an diesem Objekt. Das Material, aus dem die Brille besteht, wurde 1933 von der deutschen Firma Röhm & Haas unter dem Markennamen „Plexiglas“ vorgestellt und ab 1936 fast ausschließlich in der Rüstungsindustrie für Flugzeugfenster verwendet. In Propagandaausstellungen des NS-Staats wurden die technischen Möglichkeiten des schattenlosen Materials angepriesen.
Mit seiner Ausstellung Prinz entwickelt Christian Helwing eine ortsspezifische Intervention, die das Verhältnis von Raum, Geschichte und Wahrnehmung neu befragt. Ausgangspunkt ist das Prinzenpalais in der Reichsstraße 1 – ein Ort, an dem sich die Vereins- und Stadtgeschichte, gesellschaftliche Wandlungen und künstlerische Praxis überlagern. Eröffnung 16.April 2026 um 19 Uhr