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In einem lebendigen Kontext begegnen sich Mathematik und Kunst
Mit Gregory Crewdson (* 1962 in Brooklyn, New York) präsentiert das Kunstmuseum Bonn einen der international bedeutendsten Vertreter der narrativen Fotografie. Seine aufwendig bis ins Detail arrangierten Aufnahmen bezeichnet er als „Single Frame Movies“. Angelehnt an die Bildsprache des Kinos, scheinen sie die Handlung eines ganzen Films in einem Moment zu verdichten. Das gezeigte Geschehen bleibt jedoch unerklärlich, der Ausgang unbekannt. Auch der monatelange Produktionsprozess ist dem von großen Hollywoodfilmen vergleichbar. Die Fotografien entstehen unter Mitwirkung von teils über hundert Personen für Casting, Kostüm- und Setdesign, Beleuchtung und Technik. Gregory Crewdson beschwört das Geheimnisvolle inmitten des Alltäglich-Vertrauten: Seine monumentalen Fotografien zeigen den Einbruch des Unheimlichen und Rätselhaften in die vermeintlich heile Welt US-amerikanischer Vorstädte. Menschen handeln wie in Trance, mysteriöse Lichter erscheinen am Nachthimmel und Kornkreise in gepflegten Rasenflächen. In ebenso verstörenden wie ästhetischen Inszenierungen vermitteln Crewdsons Arbeiten Entfremdung und Neurosen als Kehrseite des Amerikanischen Traums.
Er zeichnet regelmäßig Titelbilder für The New Yorker, hat 1,1 Millionen Follower auf Instagram und Netflix hat ihm eine eigene Episode der Serie Abstract: The Art of Design gewidmet: Christoph Niemann. Die Außenfassade des Horst-Janssen-Museums ziert seit 2023 sein 50 Meter langes Wandbild Current Lines. Nun sind die Werke von Christoph Niemann (*1970) auch in einer aktuellen Kunstausstellung im Horst Janssen Museum Oldenburg zu sehen.