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Zwölf Schwarzweißfotografien aus London, in denen Innen und Außen, Realität und Spiegelung ineinanderfließen. Ein poetischer Blick auf das Alltägliche – und eine Liebeserklärung an den Moment.
Mit seiner neuen Serie »Through the Window« lädt der britische Fotograf Sam Benari zu einer Entdeckungsreise in die visuelle Poesie des Alltags ein. Zwölf Schwarzweißfotografien zeigen Szenen aus dem Londoner Stadtzentrum – Menschen in Cafés, flüchtige Blicke in Schaufenster, Spiegelungen von Straßen, Lichtern und Gesichtern. Doch Benari fotografiert nicht nur, was er sieht. Er verwandelt das Glas zwischen Objektiv und Welt in eine durchlässige Haut, die zwei Wirklichkeiten miteinander verschmilzt: das Innen und das Außen, das Unmittelbare und das Entfernte, das Beobachtete und das Spiegelbild. Was entsteht, sind Bilder, die von Übergängen erzählen. Die Grenze zwischen dem, was sich vor und hinter der Scheibe befindet, verschwimmt. Menschen erscheinen doppelt, Figuren und Straßen überlagern sich, Realität und Reflexion tanzen miteinander. Es sind fragile Kompositionen aus Licht, Bewegung und Zufall – Momentaufnahmen, die so nur im Vorübergehen entstehen können. Benari bezeichnet diese Zufälligkeit als den Moment, in dem »die Götter der Straßenfotografie ihre Magie wirken lassen«. Er folgt keiner Inszenierung, keinem Skript. Stattdessen lässt er sich vom Rhythmus der Stadt leiten, vom Atem der Passanten, vom Flirren des Londoner Nachmittags. Seine Fotografien sind das Ergebnis eines aufmerksamen, geduldigen Sehens – eines Blicks, der bereit ist, das Ungeplante zuzulassen. Die Aufnahmen erzählen von Nähe und Distanz zugleich. Durch das Glas entsteht ein Dialog zwischen Betrachter und Betrachtetem, zwischen dem Leben drinnen und draußen. Benaris Blick auf London ist liebevoll und aufmerksam, getragen von dem Wunsch, »die Schönheit beider Seiten der Scheibe einzufangen«. Seine Bilder offenbaren die Tiefe des Moments, in dem die Stadt für einen Augenblick stillzustehen scheint. Sie wird nicht als Kulisse gezeigt, sondern als lebendiges Gewebe aus Gesten, Blicken und Reflexionen. Das Fenster – sonst eher ein Symbol der Trennung – wird bei Benari zum Ort der Begegnung. In einer Zeit, in der Bilder oft inszeniert und überästhetisiert wirken, feiert Sam Benari das Unvorhersehbare. Seine Fotografien sind Erinnerungen an das, was bleibt, wenn man kurz innehält: die Stille zwischen zwei Bewegungen, das Aufleuchten eines Gesichts im Glas, den Moment, in dem zwei Realitäten für einen Wimpernschlag eins werden. »Through the Window« zeigt, dass Sehen ein Akt der Verbindung ist – und dass die Welt, betrachtet durch die Linse eines wachen Auges, reicher und poetischer ist, als sie auf den ersten Blick scheint. Die Ausstellung im Gastfeld ist die erste des Fotokünstlers in Deutschland.
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| Samstag | 18:00:00 | - | 22:30:00 | |||
| Sonntag | Geschlossen | |||||
täglich von 17 bis 24 Uhr
Gastfeld Gallery Bremen
Gastfeldstrasse 67
28201 Bremen
| Tel | +40 (0) 4792 / 987 47 47 |
Der Eintritt ist frei.