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Im Günter Grass Haus Lübeck ist die Kunstausstellung "Don´t fence me in" mit frühen Bildern von Günter Grass zu sehen. Ausgestellt sind erstmals eine Auswahl von Zeichnungen, Aquarellen und Plastiken. Günter Grass setzte sich im Rahmen seines Studiums intensiv mit Bildhauerei und Grafik auseinander. Die meisten damals von ihm geschaffenen Arbeiten galten lange als verschollen. Erst im Jahr 2013 wurde bekannt, dass sich eine Sammlung von mehr als 150 Werken unter der Außentreppe seiner Düsseldorfer Atelierwohnung erhalten hat. Die Ausstellung in Lübeck ergänzt diese Werke aus dem Besitz der Günter und Ute Grass Stiftung durch erste unveröffentlichte Gedichte sowie Auszüge aus den Manuskripten der »Blechtrommel« (Literaturarchiv der Akademie der Künste, Berlin), »Beim Häuten der Zwiebel« und »Vonne Endlichkait« (Günter und Ute Grass Stiftung), die rückblickend auf die Lehrjahre des bildenden Künstlers Bezug nehmen. Zusammen mit diesen Exponaten beleuchten Dokumente aus dem Medienarchiv Günter Grass Stiftung Bremen, dem Stadtarchiv Düsseldorf und dem Archiv der Kunstakademie Düsseldorf Grass’ frühes Schaffen und zugleich das Lebensgefühl einer ganzen Generation zwischen Kriegsschuld und Überlebensfreude.
Im Jahr 1948 begann Günter Grass ein Studium der Bildhauerei und Grafik an der Kunstakademie Düsseldorf. Er experimentierte künstlerisch, verfasste Gedichte, reiste per Autostopp nach Italien und Frankreich. Während seines Studiums stellte er die Weichen für seine spätere Arbeitsweise, bei der „Worte und Zeichen aus einer Tinte“ fließen. Ein tiefer Einblick in diese Lebensphase war bisher unmöglich, denn die meisten damals von Grass geschaffenen Arbeiten galten als verschollen. Erst 2013 tauchten 150 Werke wieder auf. „Die Ausstellung ermöglicht einen neuen Blick auf den Künstler Günter Grass. Deshalb ist sie ein besonders wichtiges Projekt unseres Hauses“, betonte Museumsleiter Jörg-Philipp Thomsa gegenüber Pressevertretern. Die Ausstellung blickt in die Nachkriegszeit: Wenn der Cowboysong »Don’t fence me in« das Wochenende ankündigte, sang Roy Rogers den jungen Deutschen damit aus der Seele. Noch waren die Spuren der Vergangenheit nicht zu übersehen und keinem war klar, was genau die Welt nach 1945 bieten würde – auf jeden Fall jedoch die Freiheit, das Leben in die eigenen Hände zu nehmen und sich von nichts und niemandem mehr etwas vorschreiben lassen zu müssen.
Führungen Do | 21.4. l 12.5. | 16.6. | 19:30 Uhr : »Abends bei Grass« Führung durch die Sonderausstellung mit Ursula Häckermann. Preis: 15 / 10 Euro, inkl. Getränk. So | 3.4. | 1.5. | 5.6. | 3.7. | 7.8 | 4.9. | 2.10. | 14 Uhr : Öffentliche Führung durch die Sammlungs- und Sonderausstellung, ca. 60 Minuten Preis: 11 / 7,50 Euro.
Montag | Geschlossen | |||||
Dienstag | 11:00:00 | - | 17:00:00 | |||
Mittwoch | 11:00:00 | - | 17:00:00 | |||
Donnerstag | 11:00:00 | - | 17:00:00 | |||
Freitag | 11:00:00 | - | 17:00:00 | |||
Samstag | 11:00:00 | - | 17:00:00 | |||
Sonntag | 11:00:00 | - | 17:00:00 |
1.1.-31.3. | Di-So | 11-17 Uhr. 1.4.-31.12. | Mo-So | 10-17 Uhr.
Lübecker Museen. Günter Grass Haus Lübeck
Glockengießerstraße 21
23552 Lübeck
Tel | +49 (0) 451 / 12 24 230 |
Fax | +49 (0) 451 / 12 24 239 |
Erwachsene: 7 / 3,50 Euro.
Kinder unter 6 Jahren: Eintritt frei.