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© Cha Gonzalez

Abandon. Fotografien von Cha Gonzalez, Paris/Beirut



29.01.24 - 11.05.24

Gastfeld Gallery Bremen

Die fortlaufende Serie ist das Hauptwerk von Cha Gonzalez, geboren 1985 in Paris, aufgewachsen in Beirut. Es dokumentiert Technopartys in Paris, Marseille, Beirut und Kiew. Partys sind ein privilegierter Ort, ein Raum für Erkundungen, eine Zeit der Verschmelzung. Cha Gonzalez erforscht den tiefen Wunsch ihrer Motive, ihrem gewohnten Selbst zu entkommen. Sie beobachtet Dinge, die sie beruhigen – menschlicher Kontakt, Zärtlichkeit – aber auch das, was ihr Angst macht – Dissoziation, Wahnsinn.


»Partys sind ein privilegierter Ort, ein Raum für Erkundungen, eine Zeit der Verschmelzung. Haut, Speichel, Schweiß, manchmal eine Überdosis davon – das ist der Moment, in dem sexuelle Spannung einem Gefühl der Einsamkeit gegenübersteht, und beide sind symmetrisch und gleich stark. Wenn verschiedene soziale Schichten, Geschlechter und Altersgruppen zusammenkommen, um nach menschlicher Verbindung und Hintertürchen in ihrem eigenen Bewusstsein und sozialen Verhalten zu suchen. Wenn sie sich inmitten einer Menschenmenge fallen lassen können, ihre Hemmungen verlieren – aber letztendlich ist die Erfahrung persönlich und oft selbstbezogen. Durch diese Arbeit erforsche ich den tiefen Wunsch meiner Motive, ihrem gewohnten Selbst zu entkommen. Ich beobachte die Dinge, die mich beruhigen – menschlicher Kontakt, Zärtlichkeit – aber auch das, was mir Angst macht – Dissoziation, Wahnsinn.« Cha Gonzalez ist eine französische Fotografin, Videografin und Dokumentarfilmerin. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Jugend, die Nacht, soziale und innere Unruhen. Chas Hauptwerk ist die fortlaufende Serie »Abandon«, die Technopartys in Paris, Marseille, Beirut, Kiew und New York dokumentiert. Cha wurde 1985 in Paris geboren, wuchs aber in Beirut im Libanon auf und begann dort bereits mit dem Fotografieren. Nach dem Abitur besuchte sie die École des Beaux-Arts in Bordeaux und setzte ihr Studium an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris fort. Sie schloß ihr Studium 2010 mit einer Arbeit über die Nächte in Beirut ab, in der sie versucht, indirekt über den Krieg zu sprechen, indem sie das Nachtleben junger Menschen fotografiert. Sie hat unter anderem mit Publikationen wie Le Monde, The Wall Street Journal, Elle, Libération, Grazia, Trax und Causette zusammengearbeitet. Ihr Hauptwerk »Abandon« wurde im Fisheye Magazine, IZ und Meteore veröffentlicht, es war 2018 Finalist beim Prix Virginia und wurde 2019 im Institut des Cultures d'Islam in Paris ausgestellt. Mit »Abandon« bietet Cha Gonzalez ein persönliches Zeugnis ihrer Liebe zur Party, einem Ort, an dem die Körper sich suchen, sich berühren und loslassen. »Ich, der ich keinen Alkohol trinke und keine Drogen nehme, bin auf der Suche nach Trance, wenn ich tanze, es ist eine sinnliche Suche. Ich brauche das. Ich habe mit dieser Arbeit begonnen, um ein Gefühl der Einsamkeit wiederzugeben, das ich auf Partys empfand. Dieses Gefühl, gleichzeitig innen und außen zu sein.« Das französische Magazin Trax nennt Cha Gonzalez einen Shootingstar in der Welt der Fotografie und überließ ihr für ein Wochenende ihren Instagram-Account. In einem Interview der Zeitschrift führte Cha aus: »Wenn ich auf einer Party bin, bin ich wie ein echter Schwamm, und auch wenn ich keine Produkte nehme, fühle ich mich betrunken und high, nur von der Umgebung. Ich könnte nicht sagen, dass ich die Kontrolle habe: Manchmal muss mich mein Freund tragen, wie alle anderen auch! Es ist wirklich der Raum um mich herum, der das bewirkt, denn jedes Mal, wenn ich von der Party komme, fühle ich mich, als wäre nichts gewesen. Innerlich versuche ich offen zu sein für das, was mich umgibt, 360 Grad zu sein. Zu bestimmten Zeiten tanze ich, ich tanze, tanze, und dann nehme ich plötzlich meine Kamera und mache ein paar Aufnahmen. Sogar auf Partys, auf denen ich fürs Fotografieren bezahlt werde, tanze ich... Heute kann ich nicht mehr an Orte gehen, wo mir die Musik nicht gefallen wird: Wenn ich mich in einer Ecke langweile, produziere ich Scheiße. Ich muss mitten unter den Leuten sein und da muss was los sein.« Dem französischen Magazin Vision sagte Cha: »C’est l’abandon qui fait que l’on va vers les autres, que l’on détruit les barrières mais qui crée aussi un repli sur soi.« – Es ist die Hingabe, die uns dazu bringt, uns auf andere zuzubewegen, die Barrieren zu zerstören, die aber auch einen Rückzug auf sich selbst erzeugt. Die Ausstellung im Gastfeld ist die erste Ausstellung der Künstlerin in Deutschland.



Öffnungszeiten und Adresse

MontagGeschlossen
DienstagGeschlossen
MittwochGeschlossen
DonnerstagGeschlossen
FreitagGeschlossen
SamstagGeschlossen
SonntagGeschlossen

Besondere Öffnungszeiten

täglich von 18.00 bis 2.00 Uhr





Gastfeld Gallery Bremen
Gastfeldstrasse 67
28201 Bremen

Tel +40 (0) 4792 / 987 47 47
Gastfeld Gallery Bremen
www.gastfeldgallery.de
gastfeldgallery@gmail.com


Eintrittskosten

Der Eintritt ist frei.


Redaktionell verantwortlich für die Angaben und die Austellungen von Gastfeld Gallery Bremen ist Marvin M.. Kunstaustellungen.de übernimmt keine Haftung für fehlerhafte oder unvollständige Angaben.