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Galerie im Stammelbach-Speicher, Hildesheim

Malerei

Galerie im Stammelbach-Speicher
Wachsmuthstrasse 20 / 21
31134 Hildesheim
Tel +49 (0) 51 21 / 86 86 37
www.galerieimstammelbachspeicher.de
mail@beata-brunnert.de

Beschreibung

Seit mehr als zehn Jahren zeigt die Galerie im Stammelbachspeicher zeitgenössische Kunst. Ein Besuch lohnt sich immer. Die Väter und Mütter der Galerie Norbert Hilbig Alle – zumal gute – Ideen haben immer viele Väter. Und Mütter, die werden oft vergessen. Anfangen muss man wohl – bei der Galerie im Stammelbachspeicher – mit Paul König. Und mit Renate, seiner Frau. Die Beiden kennen viele Leute und werden von noch mehr gekannt. Und geschätzt, wertgeschätzt. Geachtet. Beide sind initiativ. Und rührig – wie man so sagt. Das Adjektiv rührig rührt her vom Verb rühren. In der dritten Person Singular: er rührt. Im Plural: sie rühren. Der Infinitiv: rühren. In einem Topf wird gerührt, vielleicht. Oder es rührt einer sich selbst. Von der Stelle. Er bewegt sich. Und das meint, es wird etwas bewegt. Etwas eben noch Ruhendes – das lässt man nicht auf sich beruhen – wird durcheinander gebracht, aufgerührt, umgerührt, bewegt eben. Schließlich werden andere angerührt, in Bewegung gebracht. Paul und Renate haben ihr Leben lang etwas bewegt. Und es ist vieles dabei herausgekommen. Auch der Speicher. Die Königs kennen einen, der hat einen Speicher – so kann die Geschichte beginnen. Er ist ein großer, kräftiger, zupackender Mann. Auch ein Vater. Und was für einer. Konrad Krüger. Warum sollte der einen Speicher hergeben? Für was? Für wie viel? Und wozu? Man isst zusammen. Und trinkt was. Man redet. Dabei sind Hirngespinste. Visionen. Noch keine Pläne, die kommen später. Man wird vertraut mit dem Denken des Anderen. Man denkt sich zusammen. Und man kommt sich nahe. Große Ideen und große Projekte wachsen nicht selten aus menschlichen Beziehungen, aus vertrauensvollen Kommunikationen. Die sind nicht mit jedem zu führen. Mit Konrad Krüger sind sie es. Dieser große, kräftige Mann ist ein ganz und gar herzlicher Mann, einer, der Menschen stärkt und vertraut, einer, der hören und sehen und lieben kann – man sieht das in seinen Augen. Seine Kraft ist eine aus Innen, und auch seine Größe ist nicht allein eine des Körpers, sie ist eine aus Innen. Rilke hat im Stundenbuch geschrieben „Armut ist ein großer Glanz aus Innen.“ Man wird lernen müssen, dass solcher Glanz auch vom Gegensatz der Armut her leuchten kann. Rilke wusste das, und ich habe lange gebraucht, es zu verstehen. So geht die Geschichte weiter. Die Tätigen der ersten Stunde. Die Wichtigsten – wenn es losgeht. Wenn das Schiff ausläuft, die Segel gesetzt sind. Es sind immer Untätige da. Und Tätige sind da, hellwache, zupackende Menschen, bereit, sich einzusetzen, einzubringen, mitzumachen, bereit, Zeit – nicht zu opfern, nein – zu verschenken. Marion Lidolt. Paul Kunofski. Roland Bauer. Und Alke Lübs, Fritz Dommel, Otto Almstadt, Holger Barghorn. Ingeborg Ullrich, sie hatte diese schrecklichen Rückenschmerzen und kam doch. Kurt Baumfeld und Erwin Legl. Marc Dettmann. Und Gisela Wilke-Schellhorn. Robert Günzel, Moritz Bormann, Werner Neigenfind. Und Paul Wilde. Und Hanna Dreyer-Henningsen. Das sind solche Menschen. Es ist die Zeit zu arbeiten. Zuzüglich zu jener Arbeitszeit, die ohnedies zu arbeiten ist. Die Tage werden dann kraftvoll länger und die Nächte kraftlos kürzer. Man erschöpft sich – und wächst doch dabei. Das passiert, wenn Arbeit nicht entfremdet ist, wenn die Arbeit mich meint und von mir gemeint ist. Marx hatte zur entfremdeten Arbeit geschrieben, dass der Mensch bei der Arbeit außer sich und außer der Arbeit bei sich sei. Hier ist es umgekehrt. Man muss sich als einen glücklichen Menschen vorstellen, wer solcherlei Erfahrung je hat machen können. Irgendwann ist die Galerie fertig, ohne dass die Arbeit an ihr aufhörte. Wie schrecklich, und wie trostreich zugleich. Es muss ja weitergehen. Es ist ja nicht damit getan, ein Kind in die Welt zu bringen. Wenn es denn da ist, will es, dass man sich um es kümmert. Es will gepflegt, versorgt und umsorgt sein. Und da müssen Fürsorger benannt sein, an denen jedes Jugendamt seine Freude hätte. Marion Lidolt, die der Fünfjährigen – seit sie auf der Welt ist – bis heute die Einladungen, Flyer und Plakate macht, die Adressen verwaltet und so vieles mehr. Keine Ausstellung käme zustande ohne sie. Und Roland Bauer, der vom Baustellenleiter zum Ausstellungsleiter wurde. Keine Ausstellung wäre – was sie ist – ohne ihn. Und natürlich Paul König, der liebevolle Vater, der sich um die Kleine sorgt und kümmert, sie füttert, ihr den Hintern wischt – sie müsste schlimmstenfalls verhungern, bestenfalls verelenden, kein müder Euro käme ihr zugute ohne ihn. Und dann stößt Herbert Schümann dazu – später, aber nicht zu spät, es ist nie zu spät – und kümmert sich um die finanziellen Belange der Kleinen, überweist ihre Rechnungen, zieht Geld für sie ein, verbucht es. Ja, das Geld. Wer ist eigentlich je auf die Idee gekommen, das Geld das liebe Geld zu nennen? Da ist dann schließlich noch an die Sparkasse Hildesheim zu denken, sie ist nicht die Mutter der Galerie, sie hat sie nicht geboren. Sie ist auch nicht der Vater, der sie gezeugt hätte. Aber Geburtshelferin war sie. Hebamme ist sie gewesen. Und Amme. Eine mit großen Brüsten, an denen noch heute kräftig gesaugt wird. Man könnte die Sparkasse Hildesheim auch als so etwas wie einen Stiefvater sehen, dem einer das Kind vor die Tür gelegt hat. Dann hieße die Sparkasse freilich der Sparkasse. Jedenfalls zahlt sie, ohne sich je einem Vaterschaftstest unterzogen zu haben, bis heute beträchtlichen Unterhalt.


Öffnungszeiten

MontagGeschlossen
DienstagGeschlossen
MittwochGeschlossen
DonnerstagGeschlossen
FreitagGeschlossen
Samstag11:00:00 - 18:00:00
Sonntag11:00:00 - 18:00:00
Besondere Öffnungszeiten

Für größere Gruppen werden die Ausstellungen auch nach vorheriger Absprache geöffnet.



Eintrittskosten

Eintritt frei


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Redaktionell verantwortlich für die Angaben und die Austellungen von Galerie im Stammelbach-Speicher, Hildesheim ist Beata B.. Kunstaustellungen.de übernimmt keine Haftung für fehlerhafte oder unvollständige Angaben.